Am 2. Mai 1987 wurde das Bürgerhaus der Gemeinde Gierschnach eingeweiht. Die einzige Gastwirtschaft der Gemeinde war in den 1970er Jahren geschlossen worden. Seit dieser Zeit stand keine öffentliche Einrichtung mehr für Feierlichkeiten, Vereinstreffen und Sitzungen des Ortsgemeinderates zur Verfügung. Im Zusammenhang mit der Erschließung des ersten Baugebietes der Gemeinde (nordöstlich der Ortsdurchfahrt Richtung Alte Schule) im Jahre 1986 hatte die Gemeinde eine alte Scheune erworben. Schnell entstand der Gedanke, das leer stehende Gebäude in ein Bürgerhaus umzubauen und den mit der Scheune verbunden Platz als Dorfmittelpunkt zu nutzen. Bewusst entschied man sich für den Umbau des alten Bruchsteingebäudes und gegen einen Neubau.

Mit fachlicher Unterstützung des „Dorferneuerungsteams“ der Kreisverwaltung und des Landesamtes für Denkmalpflege wurde der Umbau der Scheune zu einem Gemeinschaftshaus geplant. Finanzielle Unterstützung gewährten Land und Kreis. Ohne den Einsatz von etwa vierzig Frauen und Männern, die insgesamt 5.000 Stunden Eigenleistung erbrachten, wäre der Umbau jedoch nicht möglich gewesen.

Beim Ausbau wurde darauf geachtet, den Charakter des Gebäudes zu erhalten und ortstypische Materialien zu verwenden. Aufwändig wurde die Bruchsteinfassade gesäubert und neu verfugt. Vor dem Eingang, der alten „Tenne“, wurde ein Vordach mit Schiefereindeckung angebracht. Probleme entstanden bei der Restaurierung des Daches. Der Dachstuhl  brach beinahe zusammen und musste komplett erneuert werden.

Im Jahre 1990 wurde an das Bürgerhaus eine Kegelbahn angebaut, die von den Gierschnacher Sportkeglern genutzt wird.

Mit der Fertigstellung des Bürgerhauses können im Erdgeschoss ein Gastwirtschaftsraum mit Theke, ein sich anschließender Gesellschaftsraum für 60 Personen und eine Küche genutzt werden. Im Obergeschoss  stehen ein ca. 120 m2 großer Raum für die Dorfjugend und für Feierlichkeiten zur Verfügung.

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